Meine ultimativen Paris Tipps: Geheimtipps, Hotels & Restaurants

von | Mrz 17, 2017 | Europa, Reisen

Mit Paris verbindet mich etwas ganz Besonderes. Durch meine Heimat im Saarland hatte ich schon immer einen Draht zur französischen Lebensart – „savoir-vivre“. In den Jahren nach meinem Umzug nach Köln war ich in vielen Großstädten: Barcelona oder Madrid, Rom oder Mailand und auch Budapest oder Prag. Jedoch konnte keine dieser europäischen Städte mein Herz erobern wie es Paris vor mehr als 15 Jahren geschah. Deswegen möchte ich meine Liebe zur französischen Hauptstadt mit meinen ultimativen Paris Tipps teilen. Von Sightseeing-Spots über Restaurants und Hotels ist alles dabei:

Was du über Paris wissen musst…

Paris gilt als Modestadt. Ich persönlich sehe es sobald man über die Straße geht. Der typische Paris-Stil der Frauen: Chic und trotzdem sieht sie aus, als wäre der Look nur nachlässig übergeworfen. In Wirklichkeit ist er natürlich bis ins letzte Detail geplant. Ich bin mir nicht sicher ob es die Attitude der Stadt oder eben dieser Mode ist: Allgemein gilt der Pariser als unterkühlt und distanziert. Oft wird das sogar auf ganz Frankreich übertragen. Das kann ich  persönlich überhaupt nicht unterschreiben, ich habe unsere Nachbarn im Ellsass oder Lothringen direkt an der deutsch-französischen Grenze immer als sehr offen und freundlich wahrgenommen.

Was ich damit sagen will: Lasst euch nicht von Vorurteilen blenden. Jedes Arrondissements und Quartiers von Paris ist anders. Deswegen lohnt es sich, mehr als die typischen Sightseeingspots zu besuchen und an den versteckten Highlights mit Franzosen ins Gespräch zu kommen. Nur so lernt ihr eine Stadt kennen und für Paris gilt das ganz Besonders.

1) DAS Wahrzeichen bei Nacht

Erst in diesem Jahr habe ich es geschafft, den blinkenden Eifelturm zu fotografieren. Ich weiß noch ganz genau, dass ich als Kind an Silvester in Paris war und der Eifelturm um Mitternacht funkelte. Mehr als 15 Jahre später beobachte ich das Schauspiel allein und entdeckte durch Zufall den perfekten Spot. Ich fuhr mit der Linie 6 zur Station Passy und lief die wenigen Meter bis zur Seine. Vom Beginn der Pont de Bir-Heikeim hat man einen unglaublichen Blick auf den Eifelturm. Die Tausenden Lichter des blinkenden Eifelturm spiegeln sich im Wasser. 

Trotzdem war es ganz still und bis auf die vorbeifahrenden Autos hatte ich den Moment ganz für mich. Deswegen ist es auch ein romantischer Spot um das Spektakel zu beobachten. Zur Info: Nach Einbruch der Dunkelheit bis 1 Uhr nachts blinkt das Wahrzeichen zu jeder vollen Stunde. Die 20.000 einzelnen Lampen blinken 5 Minuten. Ich würde euch empfehlen eher zu späteren Uhrzeiten an die Seine zu spazieren.

 

Meine ultimativen Paris Tipps: Geheimtipps, Hotels & Restaurants

Eifelturm bei Nacht von der Pont de Bir-Heikeim – Copyright Tour Eiffel Illuminations Pierre Bideau

2) Burger essen in Marais

Marais wurde zu einem der angesagtesten Viertel in Paris. Was die wenigsten wissen: Vor dem 13. Jahrhundert war Marais ein Sumpfgebiet vor den Toren der Stadt. Ihr merkt es schon, Marais hat eine bewegte Geschichte. Der Stadtteil war bis zur französischen Revolution der bevorzugte Sitz des Adels. Marais war auch die erste jüdischen Siedlung in Paris. Auch wenn es bei diesem Paris Tipp um Essen geht: Ich kann euch nur empfehlen, euch Zeit für Marais zu nehmen und einfach durch das Viertel zu spazieren. So entdeckt ihr die architektonische Schönheit dieses Viertels ganz schnell.

Ich kann euch das „Le Ruisseau – Burger Joint“ (22 Rue Rambuteau) empfehlen. Aber Achtung: Das Restaurant ist klein, zwar ein Geheimtipp aber sehr gut besucht. Deswegen solltet ihr entweder reservieren oder die Burger zum Mitnehmen bestellen. Die kurze oder etwas längere Wartezeit lohnt sich auf jeden Fall, denn ich habe selten so gute Burger gegessen und ich esse eigentlich auf jeder Reise Burger. Um nochmals zurück auf Marais zu kommen: Dort gibt es viele Restaurants, Läden und Bäckerien, die ausschließlich kosche Waren anbieten, da ein Großteil der jüdischen Pariser in Marais lebt. Besonders sehenswert: Die Rue des Rosiers.

3) Hôtel de Jobo

In Paris bietet es sich natürlich an, eine Unterkunft per Airbnb zu suchen. Mit etwas Glück zeigt euch euer Host die Stadt und das ist der beste Weg, um Paris oder ein bestimmtes Viertel kennenzulernen. Wenn ihr jedoch ein außergewöhnliches (romantisches?) Hotel sucht, habe ich einen Geheimtipp für euch: Das Hôtel de Jobo (10 Rue d’Ormesson) im 4. Arrondissement.

Warum gerade dieses Hotel? Das 4-Sterne-Hotel wurde einer interessanten Persönlichkeit gewidmet: «Jo» für Joséphine und «Bo» für Bonaparte. Das Konzept des Hotels ist, mit ihr als historisches Alter-Ego französische Eleganz mit charmanter Frivolität zu verbinden. Die 24 Zimmer spiegeln diesen Mix perfekt wieder. Ich habe zwar nur eine Nacht im Hôtel de Jobo übernachtet, kann es aber uneingeschränkt empfehlen. Die Zimmer sind zwar Paris-üblich klein, aber extrem besonders. Hinzu kommt der sehr gute, persönliche Service (jedes Problem wird sofort) und das Frühstück, welches wirklich ein Traum war. Für ein romantisches Wochenende ist das Hotel der perfekte Ausgangspunkt (die Lage!). Ich empfehle euch, so früh wie möglich zu buchen und Angebote zu vergleichen: Eine Übernachtung ist nicht preiswert und startet ab 150 Euro die Nacht. Wenn ihr euch in der Stadt der Liebe jedoch eine bitter-süße Unterkunft gönnen möchtet, ist diese perfekt.

4) Immer und immer wieder – Louvre

Ihr wart schon einmal vor Jahren im Louvre und das reicht? Bitte nicht! Ich merke immer wieder, wie sich mein Geschmack und Verständnis für Kunst und Kultur verändert. Und wenn es nur aus einer Stimmung heraus ist. Für mich ist das Louvre nicht nur Schlecht-Wetter-Programm, sondern gehört in jedem Fall zu diesen Paris Tipps. Was viele nicht wissen: Unter 26 Jahren ist der Eintritt kostenlos, ebenso am ersten Sonntag im Monat von Oktober bis März. Aber selbst wenn das nicht passen sollte: Die 15 Euro Eintritt lohnen sich immer.

Extratipp: Das Museum ist Dienstag immer geschlossen! Die Öffnungszeiten: 9 Uhr bis 18 Uhr. Mittwoch und Freitag sind die Öffnungszeiten jedoch bis 21:45 Uhr verlängert. Deswegen wäre das doch die perfekte Gelegenheit, um das Museum abends nach dem typischen Sightseeing-Programm zu besuchen. Zwischen einer viertel und einer halben Stunde vor der Schließung werden die Besucher gebeten, die Säle zu verlassen.

5) Kleine Restaurants & Bars rund um Montmartre

An einem sonnigen Tag solltet ihr euch zur Dämmerung an der Basilika Sacré-Cœur einfinden. Mit etwas Glück geht die Sonne gleißend Rot über Paris unter. Ein Bild, was ich nie vergessen werde. Seit ich in Mailand bestohlen wurde, achte ich verstärkt auf meine Wertsachen. Wenn ihr auf den Stufen zur Sacré-Cœur sitzt, würde ich euch das raten. Ich habe leider schon einige unschöne Geschichten gehört, und Vorsicht schadet nie. Wenn die Sonne untergegangen ist, lohnt es sich, durch die Straßen zu schlendern und ein Restaurant zu suchen. Ein untrügliches Zeichen, dass das Restaurant den Besuch wert ist: Einheimische. Ich beobachte das Restaurant kurz und so kann man sich schnell einen Eindruck machen. In Paris ist das besonders wichtig, denn es gibt einige Restaurants, die wirklich nur für Touristen gedacht sind und dementsprechend teuer sind.

Wieder ein persönlicher Tipp: Mich hat das „Babalou“ (4 Rue Lamarck) überzeugt. Kitschig, urig trotzdem typisch französisch und sehr gutes Essen. Was will man mehr nach einem langen Tag in Paris? Auf dem Rückweg solltet ihr unbedingt am Moulin Rouge vorbeischlendern.

An dieser Stelle muss ich leider auf den nächsten Post vertrösten. Ich habe so viel über Paris zu sagen, dass noch mehr Paris Tipps den Rahmen sprengen würden. Jedoch werde ich euch noch mehr Ideen für eure Reise nach Paris liefern. Ich hoffe, dass euch dieser Post weiterhilft und ihr euch auf den nächsten freut.

 

 

Bon voyage, Julia

 

 
P.S.: Wenn ihr noch mehr über Paris aus meiner Sicht lesen wollt. Hier verrate ich euch, warum sich die Fahrt ins Disneyland  Paris auch ohne Kinder lohnt. Außerdem habe ich über zwei Hotels geschrieben, die ich freundlicherweise testen durfte. Ihr könnt meinen Bericht über das L’Hôtel de Nell und das Hotel Notre Dame Saint Michel lesen