XXL Malediven Diary – Eine Woche auf der Insel Mirihi/ Süd-Ari-Atoll

von | Okt 4, 2017 | Reisen, Welt

Eigentlich bin ich furchtbar müde und steige keineswegs sicheren Schrittes aus dem Wasserflugzeug. Seit dem Abflug in Frankfurt sind drei Flüge über Doha und Male sowie knapp 15 Stunden vergangen. Doch je näher wir Mirihi mit dem Boot kommen, welches uns zum Steg der Insel fährt, desto mehr muss ich mir die Tränen verkneifen. Es sieht nicht aus, wie ich mir die Malediven vorgestellt habe, denn es ist besser. Das Meer schillert in mehr Blautönen als ich bisher kannte, während die Sonne alles zum Strahlen bringt. Die Insel ist überraschend grün wie eine Oase mitten im Meer und der Empfang macht mich direkt nochmal sprachlos. Ich bin im Paradies.

Das müsst ihr über die Insel Mirihi wissen

Die Malediven sind eine Traumdestination, die Sehnsucht weckt. Ich habe noch nie so viele Frage zu einer Reise erhalten wie zu meiner Woche auf Mirihi. Natürlich habe ich eure Fragen gesammelt und werde sie in diesem XXL Malediven Diary beantworten. Es geht nicht nur um die Destination Malediven an sich, sondern auch um meine ersten Erfahrungen im Geräte tauchen und natürlich das wunderbare Mirihi Island Resort. Seid ihr bereit für den Sprung ins fast 30° Grad warme, kristallklare Wasser?

Was ihr wissen müsst: Mirihi ist eine Barfußinsel, die ca. 350 m lang und ca. 50 m breit ist. Auf dieser kleinen Insel steht das Mirihi Island Resort mit seinen 36 Villen umgegeben von einem großen Hausriff. Es ist der Malediventraum, den ich mir seit Jahren vorgestellt habe: Türkisfarbenes Wasser, feiner Sand und die Abgeschiedenheit, die man sucht. Weil die Insel recht klein ist und selbst bei voller Belegung nur knapp 70 Gäste auf der Insel sind, hat das Paradies nahezu für sich allein. Dazu aber später mehr.

Die Anreise von Frankfurt mit Qatar Airways

Der Hinflug und mein erstes Mal im Wasserflugzeug

Um genau 17:35 Uhr Ortszeit startet unsere Maschine in Frankfurt. Der erste Flug dauert knapp sieben Stunden, denn um 0:45 Uhr erreichen wir Doho, die Hauptstadt von Katar. Es ist üblich, dass die Flüge auf die Malediven über Doha oder Dubai gehen. Wir haben knapp zwei Stunden Aufenthalt im Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel. In unserem Fall ist etwas Vorsicht geboten, denn wir reisen im Ramadan. Da die Sonne schon untergegangen ist, geht das Leben am Flughafen seinen Gang. Wären wir jedoch zu einer anderen Uhrzeit gelandet, wäre das Essen und Trinken in der Öffentlichkeit verboten. Deswegen kann ich euch nur empfehlen, solche kulturellen Gepflogenheit zu achten und euch ausreichend zu informieren, damit die Reise ohne Zwischenfälle startet.

Von Doha aus fliegen wir direkt in die Hauptstadt der Malediven: Malé. Wir landen um 9 Uhr Ortszeit und werden direkt von einem Mitarbeiter des Hotels empfangen. Er hilft uns mit dem Gepäck und die Abwicklung aller Formalitäten geht schnell. Unsere Ausweise werden gesammelt und unser Gepäck wird gewogen, denn der letzte Flug bis Mirihi ist in einem Wasserflugzeug.

Wie es sich anfüllt über die Malediven Atolle zu blicken

Nachdem wir kurz in der Lounge des Mirihi Resorts am Flughafen warteten, stand auch schon das Wasserflugzeug bereit, welches den letzten Abschnitt der langen Reise markierte. Ich muss zugeben, dass ich wirklich aufgeregt war. Während des Starts zitterten meine Hände und ich drückte mich an die Scheibe, um keine Sekunde des Starts zu verpassen. In der Luft dann die Überraschung: Es ist zwar lauter als gewohnt, aber ansonsten fliegt man ruhig. Ich habe mir den Flug mit einem Wasserflugzeug deutlich holpriger vorgestellt.

Den Blick nach unten auf den indischen Ozean und die Inseln kann ich kaum beschreiben. Es ist atemberaubend, wie sich die Insel im Wasser reihen: Mal groß, mal kleiner, bewohnt oder unbewohnt. Da ich natürlich wusste, dass ich auf den Malediven meine ersten Taucherfahrungen machen würde, versuchte ich bei jeder Insel das Riff rundherum auszumachen und fragte mich natürlich, was mich unter Wasser erwarten würde. Nach einer halben Stunde setzte der Pilot zur Landung vor der Insel an. Auch die Landung war ruhig und wir konnten direkt einen ersten Blick auf Mirihi werfen. Richtig glauben konnte ich es aber erst, als ich einen Fuß auf die Insel setzte.

Mirihi Island Resort

Der erste Eindruck auf der Insel

Schon vom Boot aus, fiel mir eine Sache besonders auf: Die Villen des Resorts fügen sich natürlich in das Bild der Insel ein. Die traditionelle Bauweise der Wasservillen, natürlich auf Stelzen, sieht schon von Weitem beeindruckend aus. Bei unserer Ankunft sahen wir nur wenige Gäste und es fühlte sich so an, als hätten wir Mirihi nahezu für uns allein. Später erfuhr ich, dass viele Gäste die Ruhe auf dem Balkon ihrer Villa genießen oder am Morgen zu einem Tauch- oder Schnorchelausflug aufbrechen.

Wasservillen und Strandvillen

Übrigens reiste ich in diesem Fall mit einer fünfköpfigen Journalistengruppe auf die Insel. Schon vor der Reise erfuhren wir, dass wir uns für eine Wasser- oder eine Strandvilla entscheiden konnten. Insgesamt gibt es auf Mirihi 30 Wasservillen, jedoch nur 6 Strandvillen. Meine Entscheidung fiel sofort auf die Wasservilla. Ich habe schon lange davon geträumt, in einer Wasservilla zu schlafen und auch im Nachhinein kann ich sagen: Es ist etwas ganz Besonderes. Es gibt natürlich auch Gäste, die eine Strandvilla bevorzugen. Jedoch sollte man dann früh buchen, da die Strandvillen bei den Gästen ebenfalls beliebt sind und natürlich schneller ausgebucht sind als die Wasservillen. An dieser Stelle zeige ich euch nur ein Bild der Villa, den ich werde noch einen detaillierten Bericht zum Mirihi Island Resort schreiben.

Tauchen und Ausflugsmöglichkeiten

Zwischen absoluter Entspannung und sportlichen Aktivitäten

Die Destination Malediven steht natürlich für grundsätzlich für Entspannung im Paradies. Viele Honeymooners genießen die Zweisamkeit auf den Inseln und auch ich muss zugeben, dass das meine perfekte Vorstellung einer Hochzeitsreise ist. Auf Mirihi kann man einerseits den privaten Bereich der Villa genießen oder sich rundum die Insel eine Liege suchen. Es stehen viele Möglichkeiten bereit und während unserer Reise konnte man sich quasi jeden Platz aussuchen. Ich persönlich lag in den Pausen meines Tauchkurs meist auf dem Balkon der Villa. Der Blick auf das offene Meer hat mich in jeder Sekunde auf der Insel fasziniert, daran kann man sich niemals sattsehen!

Mein Tauchkurs auf Mirihi

Wie die meisten Resorts auf den Malediven gibt es nicht nur ein Hausriff, was man direkt vom Strand aus erreicht, sondern eine eigene Tauchschule. Bevor ich von meinen ersten Taucherfahrungen berichte, muss ich eines los werden: Die Tauchschule und alle Lehrer, die ich kennenlernte, haben mir jegliche Angst vorm Tauchen genommen. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt und die Nervosität, die ich natürlich hatte, wurde von Tauchgang zu Tauchgang weniger. Dazu muss man wissen: Ich war bisher nur wenige Male in meinem Leben schnorcheln und fühlte mich unter Wasser nie gänzlich wohl. Auch als Kind bin ich nur geschwommen, jedoch nie freiwillig getaucht. Durch meinen ersten Tauchgang in Ägypten war jedoch eine Faszination zum Tauchen geboren, auch wenn ich wusste, dass ich damit an meine eigenen Grenzen herantaste.

 

Open Water Diver oder Scuba Diver?

Bei meinem ersten Besuch, noch am Ankunftstag, in  der Tauchschule wurde mein Tauchkurs geplant. Die Entscheidung fiel zwischen dem PADI Open Water Diver und dem PADI Scuba Diver. Für diese Reise und das Zeitfenster war der PADI Scuba Diver meine erste Wahl. Dieser Kurs ermöglicht das Tauchenlernen trotz Zeitdruck. Es handelt sich jedoch nicht um den Freiwasser-Taucher, der die Grundlage für alle weiteren Kurse ist. PADI Open Water Diver sind dazu qualifiziert, mit einem Tauchpartner ohne Aufsicht bis zu einer maximalen Tiefe von 18 Metern zu tauchen. Als Scuba Diver hingegen ist man nur qualifiziert unter der direkten Aufsicht eines Divemaster oder Tauchlehrers bis zu einer maximalen Tiefe von 12 Metern zu tauchen.

 

Meine Erfahrungen zum Scuba Diver Kurs

Der Open Water Diver enthält fünf Theorielektionen, der Scuba Diver umfasst nur drei Teile. Ich habe die Theorie innerhalb von zwei Tagen erledigt. Selbstverständlich ist die Theorie extrem wichtig und die absolute Grundlage für sichere Tauchgänge. Mir fiel das Lernen leicht, da ich Ausführungen extrem spannend fand. Deswegen saugte ich alle Infos in mich hinein und bestand so natürlich alle Tests nach den einzelnen Teilen. Wenn man nur die Theorie betrachtet, hätte ich den Open Water Diver auch innerhalb der vier Tage, die ich auf der Insel zur Verfügung für den Tauchkurs hatte, geschafft. Leider hätte die Zeit jedoch nicht für die zugehörigen Tauchgänge gereicht, da zwischen diesen Zeit zur Erholung liegen muss.

Jetzt zu den Tauchgängen: Ich habe drei der fünf Schwimmbad-Module und zwei Freiwassertauchgänge gemacht. Die Schwimmbad-Module haben wir im Meer gemacht. Es sind Übungen, die Situationen bei Tauchgängen simulieren. Dabei werden alle Notfälle und Gefahrensituationen durchgespielt. Ich muss ehrlich sagen, dass mir nicht alle Übungen leicht fielen und ich meine Angst immer wieder überwinden musste. An dieser Stelle würde es den Rahmen sprengen, wenn ich all diese Situationen erläutere. Wenn ich Interesse habt, schreibe ich gerne noch einen Beitrag zum Tauchkurs und natürlich meinem ersten Tauchgang.

Ausflüge und Bootstouren

Ich wurde oft gefragt, was man auf den Malediven machen kann, wenn man nicht tauchen möchte. Einerseits kann ich nur empfehlen, es zu testen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich das Geräte tauchen so packt. Aber es ist geschehen und ich will unbedingt weitere Kurse machen und mehr unter Wasser erleben. Auf meinem letzten Tauchgang auf den Malediven sind wir mit dem Boot rausgefahren und haben Mantas gefunden. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Unter Wasser auf ca. 12 Meter Tiefe war es einfach unbeschreiblich. Aber man könnte genauso nur mit dem Schnorchel diesen Tieren näherkommen. Auf Mirihi werden unterschiedliche Schnorchelnausflüge angeboten und ich hätte gerne jeden erlebt: Ob Mantas oder Walhaie, ich kann die Ausflüge nur empfehlen und kann mir sehr gut vorstellen, nochmals auf die Malediven zu fliegen. Es ist das Paradies, was man sich vorstellt und vor allem die Unterwasserwelt ist Faszination pur.

Zum Abschluss zeige ich euch noch meine liebsten Fotos von der Insel und dem indischen Ozean. Und wenn ihr meine Outfits und Looks dieser Reise sehen wollt: Hier entlang geht es zu meinen Bikini Trends 2017 und hier habe ich euch gleich zwei Looks auf der Insel gezeigt.

Mirihi

Ich bin so gespannt, wie euch meine Fotos gefallen und freue mich riesig über Feedback.

Eure Julia

 

*Ich wurde vom Mirihi Island Resort eingeladen. Vielen Dank.