Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk für Mama, Papa, Freund, Schwester, Schwiegereltern in Spe. Ach ja und die Arbeitskollegin sollte man auch nicht vergessen. Plätzchen backen – ja irgendwie sahen sie letztes Jahr wirklich leckerer aus. Die Planung des Weihnachtsmenü. Okay, Mama macht es sowieso besser, also warum die Mühe? Im Fernsehen laufen dieWeihnachtsfilme rauf und runter. Mal ehrlich, wer kommt davon in Stimmung und dann es nicht auch normales Programm geben?
Ach, schon wieder Weihnachten?
So oder so ähnlich hört es sich manchmal an. Die Motivation ist da, aber an der Umsetzung hapert es noch gehörig. Das ist auch kein Wunder, denn der Weihnachtsstress packt irgendwann jeden. Je näher das Fest rückt, desto weniger merkt man etwas von der so besinnlichen Zeit. Ganz im Gegenteil, denn die gesamte Umgebung wirkt hektischer. Alle scheinen auf der Suche. Entweder nach den eben genannten Dingen oder ganz pauschal nach dem perfekten Weihnachtsfest. Kann das denn so funktionieren?
Ein Fest der Superlative
Das war natürlich eine rhetorische Frage – wir wissen alle, dass es so nicht geht. Trotzdem fällt es uns nicht leicht, es anders zu machen. Tipps gegen den Weihnachtsstress gibt es wie Sand am Meer. Aber diese helfen nicht gegen eine zu hohe Erwartungshaltung. Denn hier liegt das eigentlich Problem. Weihnachten ist nicht nur das Fest des Zusammenkommens und der Familie, es ist ein Fest der Superlative. Oder sagen wir, wir hätten es unbewusst gerne so. Es erinnert mich an Silvester, denn für den 31.12. ist diese Thematik altbekannt. In der Adventszeit fällt es mir in diesem Jahr besonders stark auf. Die Öffnungszeiten der Geschäfte verschieben sich immer mehr nach hinten. Die Geschäfte sind nicht nur an einem Adventssonntag offen sondern auch an anderen Tag bis Mitternacht. An ganz normalen Wochentagen schließen manche Dekoläden tatsächlich erst um 21. Ihr. Gibt es plötzlich mehr zu erledigen als in den Vorjahren oder kommt Weihnachten so plötzlich?
Weniger Perfektionismus, mehr Chaos
Natürlich möchte ich euch gerne noch Tipps mit auf den Weg geben. Einerseits denke ich da an diesjährige Ikea-Werbung, sie bringt es eigentlich auf den Punkt. An Weihnachten muss nicht plötzlich alles klappen und wunderbar laufen, was im restlichen Jahr genauso wenig klappt. Wenn ein Geschenk nicht gefällt, kann es umgetauscht werden. Das ist menschlich und okay. Auch das Essen muss nicht perfekt sein, denn es geht um viel mehr. Der Schalter legt sich nicht plötzlich um und alles erstrahlt im Kerzenlicht. Aber das ist völlig in Ordnung.
Ich wünsche euch einen schönen Abend,
eure Julia
Cooler Post
Vielen Dank!