Wenn ich als Kind an Weihnachten dachte, sah ich einen riesigen Tannenbaum vor mir. Unzählige Lichter funkelten mit dem Baumschmuck um die Wette. Kugeln und Lametta zierten die Äste. Auf dem Tisch standen verschiedene Sorten Plätzchen und meine kleine Familie hat sich versammelt um Weihnachten zu feiern. Noch jetzt habe ich das Bild des Baumes genau vor Augen. Er stand in jedem Jahr bei meinen Großeltern im Wohnzimmer. Sie haben ihn in jedem Jahr gleich geschmückt und eben dieser Baum gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

Heute möchte ich euch Gedanken rund um Weihnachten austauschen. Schließlich soll es nicht nur um Mode gehen, sondern auch um Gedanken und Erinnerungen. In diesem Jahr macht mich die Weihnachtsstimmung etwas traurig. Das erste Weihnachtsfest ohne meine Oma ist eine komische Vorstellung. Leider macht dieser Zeitpunkt Platz für neue Traditionen. Ich werde auf de Friedhof gehen, Blumen ablegen und die bunten Kindheitserinnerungen anstatt der Trauer mit mir nehmen. Das Sprichwort „Weine nicht weil es vorbei ist, sondern lächle weil es schön war“ ist mein Credo. Auch in dunklen Momenten gibt es Licht, man muss es nur sehen wollen. Diese Worte wollte ich unbedingt los werden, wenn einer von euch in einer ähnlichen Situation ist.

[Wort zum Montag]-001

Weihnachtstraditionen sind wohl Teil jeder Familie. Sie sind die Konstante im Stress der Feiertage und werden immer eine Bedeutung haben, selbst wenn es längst nicht mehr stattfinden. So lief der erste Weihnachtsfeiertag in meiner Kindheit immer gleich ab. Mein Opa kochte ein Festessen. Das war ein typisch französisches Menu, schließlich hat ein Teil meiner Familie französische Wurzeln. In jedem Jahr sah der Baum gleich aus, das Essen blieb gleich. Ich muss heute über den mürrischen Teenager lachen, dem das Ganze das ein oder andere Mal zu eintönig war. Der Weihnachtsbaum wird wie es in Süddeutschland üblich ist, übrigens erst kurz vor Weihnachten aufgestellt – oft sogar erst am Morgen des 24.12.

Wie gesagt, Traditionen entwickeln sich und werden ersetzt. Sie gehören immer zu einem gewissen Abschnitt im Leben. Ich verbringe Weihnachten in diesem Jahr vor allem mit meinen Eltern. Mein Freund ist ebenfalls in seiner Heimat, das ist wohl das Los einer Fernbeziehung von Süd- nach Norddeutschland.  Die Christmette gehört für mich zu dieser Nacht wie das Geschenke auspacken. Die feierliche Atmosphäre ergreift mich immer wieder und es ist schön meine alte Pfarrkirche so voll zu sehen. Seit einigen Jahren essen wir danach immer Nudelsalat. Meine Mutter macht definitiv den Besten und ich freue mich immer darauf. An den Feiertagen kochen wir alle zusammen. Früher habe ich immer das Dessert gemacht, heute traue ich mich aber auch an den Braten heran. Wenn es dann noch schneit, ist Weihnachten für mich perfekt. An diesen Tagen ist draußen alles so still und besinnlich. Ist euch das schon einmal aufgefallen?

Zur Einstimmung auf das Fest, habe ich meine liebsten Pinterest-Bilder in die Collage gepackt. Wenn da keine besinnliche Stimmung aufkommt 😉 Habt ihr Weihnachtsbräuche und Traditionen? Wie verbringt ihr die Feiertage. Ich wünsche euch schon jetzt fröhliche Weihnachten und nur das Beste,

eure Julia.