Die Lagunenstadt Venedig 1986 und 2018 - Ein Fototagebuch

Die Lagunenstadt Venedig 1986 und 2018 – Ein Fototagebuch

von | Okt 3, 2018 | Europa, Reisen

Anzeige. Ich habe euch viele Fotos aus der Lagunenstadt Venedig mitgebracht. Wie in diesem Blogpost angekündigt, war ich für HolidayCheck in Italien um meine eigene Bloggerzeitreise zu erleben. Keine Frage Venedig hat sich von 1986 bis 2018 verändert, aber ich wollte das Gefühl erkunden, was meine Eltern vor 32 Jahren empfanden. Meine Eltern lieben Italien und das haben sie mir in die Wiege gelegt. In den letzten Jahren habe ich diese Verbindung immer wieder aus den Augen verloren, aber diese Tage in Venedig haben mir wieder die Augen geöffnet. Doch seht selbst:

Die Lagunenstadt Venedig 1986 und 2018 - Ein Fototagebuch
Die Lagunenstadt Venedig 1986 und 2018 - Ein Fototagebuch

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit HolidayCheck.

1986: Mit dem Auto nach Venedig

Jetzt kommt der große Vergleich! Ich habe mich auf Zeitreise mit HolidayCheck begeben und genau die Orte besucht, an denen meine Eltern Fotos gemacht haben. Außerdem habe ich sie natürlich rund um ihre Reise im Jahr 1986 ausgequetscht. Es lassen sich einige große Unterschiede finden und eine ganz große Gemeinsamkeit!

Meine Eltern haben ihre Reise nach Italien in einem Reisebüro in meiner Heimatstadt gebucht. Das heißt, sie haben sich ein Hotel buchen lassen. Das lag nicht in Venedig, sondern am Strand von Lignano Sabbiadora. Wie auch in unseren gemeinsamen Italienurlauben mehr als 10 Jahre später, sind meine Eltern mit dem Auto nach Italien gefahren. Die Zeit in Venedig war also eine Tagestour und meinen Eltern hat es so gut gefallen, dass sie in meiner Kindheit auch mit mir einige Male die Lagunenstadt besichtigten. Fun Fact: Nach meiner Geburt haben wir den ersten Sommer 1999 in Italien verbracht. Damals war ich fünf und bis ich von zuhause auszog, waren wir jedes Jahr zwei bis drei Wochen in Norditalien. Lustigerweise immer im selben Ort und im selben Hotel. Ihr seht schon, wenn es meinen Eltern irgendwo besonders gut gefällt, wird es unser zweites Zuhause. Und jetzt werdet ihr auch verstehen, welche Bedeutung Italien für mich hat.

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2018: Auf den Spuren meiner Eltern

Seit unserem letzten gemeinsamen Urlaub in Italien sind 6 Jahre vergangen. Tatsächlich hat es mich seitdem nicht mehr an die Adria gezogen. Ihr könnt es euch sicher gut vorstellen: Die nicht mehr ganz so kleine Julia hat als Teenager immer wieder über das Reiseziel Italien gejammert: “Wieso fahren wir nicht nach Spanien oder Griechenland?” Meine Eltern waren nicht umzustimmen und ich hatte mit 18 zuerst einmal genug von Badeurlauben in Italien.  Es hat ein paar Jahre gedauert bis ich die Erfahrungen dieser Familienurlaube wieder schätzen lernte. Heute würde ich wieder in diesen Ort fahren, der mir fast so bekannt ist, wie die Straßen des Stadtteils, in dem ich aufgewachsen bin.

Heute im Jahr 2018 waren wir 3 Tage in Venedig. Wir haben wie sooft auf eine Online-Buchung gesetzt und ein traditionelles Bed & Breakfast direkt an einem Kanal gebucht. Statt auf Empfehlungen des Reisebüros, wie es meine Eltern übrigens bis heute machen, setze ich auf Bewertungen im Internet und ich muss sagen, ich wurde noch nie enttäuscht. Von Köln aus kann man direkt und günstig nach Venedig fliegen. Einem Städtetrip auf den Spuren meiner Kindheit und der Liebesgeschichte meiner Eltern stand also nichts im Wege.

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Zwei von Grund auf unterschiedliche Arten des Reises

Als die Fotos meiner Mutter in Venedig entstanden, war sie 26 Jahre alt; damit also zwei Jahre älter als ich heute. Meine Eltern waren frisch verheiratet und die Begeisterung für Italien verband sie schon von Beginn an. Sie erzählten mir als Kind oft von ihren Reisen. Damals hatte ich noch überhaupt keine Vorstellung, was ich einmal sehen will. Reisen war für mich gleichbedeutend mit Urlaub und allein dieser Grundgedanke trifft seit Jahren nicht mehr auf mich zu. Wie ihr wisst, hat es mich durch mein Hobby, meinen heutigen Job, in die große weite Welt gezogen. Deswegen war es für mich überraschend, wie emotional die Nachstellung der Fotos meiner Mutter war. Das Ziel meiner Eltern war es nicht, so viele Orte wie möglich zu sehen. Sie wollten dorthin reisen, wo sie sich von der ersten Sekunde an wohlfühlen. Ich lebe anders; vielleicht schneller. Dabei suche ich das Unbekannte – eigentlich ist diese Art des Reises das genaue Gegenteil. Trotzdem haben meine Eltern mir diese Neugier in die Wiege gelegt.

 

Mein ganz persönliches Fazit

Ich habe immer wieder versucht, meine Eltern für Fernreisen und exotische Orte zu begeistern. Ihr könnt es euch denken, ich war nicht erfolgreich. Und durch diese Zeitreise-Geschichte verstehe ich es endlich. Jeder reist anders, mit anderen Wünschen und Vorstellungen. Meine Eltern sind ohne Bucket List mit zig Zielen glücklich und das freut mich für sie. Ich bin gespannt, wie sich das bei mir ändern wird, wenn ich irgendwann so alt bin wie meine Eltern heute. In jedem Fall hoffe ich, dass sie unsere Urlaube in Italien in genauso guter Erinnerung haben wie ich heute.

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5 Tipps, um die schönsten Ecken von Venedig zu entdecken

Jetzt habe ich euch so viele Fotos aus Venedig gezeigt, dass ich diesen Beitrag nicht ohne Tipps beenden kann. Venedig ist eine traumhafte Stadt mit Flair. Ich kann euch nur empfehlen, dass ihr euch abseits der Touristenmassen treiben lässt. Mit diesen Tipps gelingt das sehr gut:

 

  1. Santa Croce & Cannaregio: Venedig besteht nicht nur aus San Marco. Entdecke auch die anderen Stadtteile – besonders gut hat mir Santa Croce gefallen. Es ist viel weniger überlaufen, aber trotzdem wunderschön. Man entdeckt viele verlassene Gassen und malerische Plätze.
  2. Markusplatz: Bei Sonnenaufgang ist der Markusplatz fast leer, naja bis auf die verrückten mit Kamera wie mich 🙂
  3. Osteria Al Portego: Von außen nicht einladend, das Essen ist ein Traum! Lasst euch nicht abschrecken und reserviert vorher. Ein paar Brocken italienisch sind zum Verstehen der Speisekarte von Nöten, denn man hat dort keine Internetverbindung.
  4. Scala del Bovolo: Der Turm auf dem Markusplatz ist als Aussichtspunkt extrem bekannt und beliebt. Unbekannter aber mindestens genauso schön ist Scala del Bovolo.
  5. Hotel San Moisè: Das Beitragsfoto ist am Hotel San Moisè entstanden. Dieser Steg ist einer der beliebesten Fotospots in Vendig, da Leonie von Oh Couture dort traumhafte Fotos gemacht hat. Aber auch ohne Kamera ist es ein toller Ort zum Verweilen, denn man kommt sehr schnell mit den vorbeifahrenden Gondolieres ins Gespräch.
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Wie hat euch meine Zeitreise gefallen? Wart ihr schon in Venedig?
Eure Julia

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